Schuljahr 2019/20 September bis Dezember

Traditionelle Leonhardifahrt in Murnau

So wie jedes Jahr am 6. November startete auch dieses Jahr wieder um 9.00 Uhr die Leonhardifahrt in Murnau. Bei schönem, aber kaltem Wetter liefen die Kinder der ersten Klassen über den Kirchsteig in den Untermarkt, wo sie auf beiden Seiten der Straße einen guten Blick auf die geschmückten Pferde und die Wagen hatten, die vorbeikamen.  Nach einer guten halben Stunde war die Fahrt vorbei und alle konnten sich im Klassenzimmer wieder aufwärmen.

Schöne Herbstferien!

"Am Anfang" - Vorstellung des Mumpitz-Theaters aus Nürnberg

Am Anfang war das Nichts. Einfach nichts! Nicht einmal Dunkelheit, sondern nichts.

Doch aus dem Nichts entstand sehr viel, nämlich alles, was wir kennen und alles was wir nicht kennen und was es trotzdem gibt.

Eine bunte, wundervolle Welt ließen die Schauspieler des Mumpitz-Theaters vor den Augen der Kinder auf der Bühne entstehen. Erst langsam, dann immer schneller füllte sich die schwarze Wand mit Tag und Nacht, Trockenheit und Wasser, Land und Meer, Bäumen und Tieren. Immer kleiner und unbedeutender kam sich der betrachtende Mensch angesichts der gewaltigen Schöpfung vor. Er suchte nach Orientierung, nach seinem Platz in diesem Kosmos und versuchte sich selbst als Schöpfer. Mal war er erfolgreich, mal weniger.

Er fand eine wunderbare Welt, von Gott gemacht und fühlte sich dennoch als ein suchender, ja einsamer, kleiner Mensch. Doch dann am Ende des Stücks erkannte der Schöpfergott, was dem Menschen zu seinem Glück fehlte - ein Gegenüber, ein Du. Dieses Du, gekleidet in das gleiche fruchtbare Grün wie Gott, ergänzte und vervollkommnete den Menschen. Es gab ihm Sicherheit, Halt, Zuversicht und Freude. Und der Schöpfer?

Er betrachtete lächelnd die beiden und freute sich an seinem Werk.

Es gab im Klassenzimmer viel zu besprechen für die 3. und 4. Klassen nach dem Genuss dieses vielschichtigen Theaterstücks, frei inszeniert nach dem Bilderbuch von Bart Moeyaert. Nachdenklich und tiefgründig philosophierten die Kinder über die Welt und die Rolle des Menschen in ihr. Der biblische Schöpfungsmythos und die Geschichte von Adam und Eva konnten nun ganz einfach in Kontext zur Menschheitsgeschichte gestellt werden. Das Wichtigste und Schönste für die Kinder war die Erkenntnis, wie wunderbar es ist, nicht alleine zu sein, eine Familie zu haben, zu einer Klasse zu gehören, in der man gemeinsam lernen darf und Teil einer großen Erdengemeinschaft zu sein und das alles in einer wunderschönen Schöpfung, die es zu erhalten gilt.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Verein "Murnau Miteinander", dass er unseren Schülern auch in diesem Jahr wieder einen hochkarätigen Theatergenuss beschert hat.  

Projektwoche zu Emanuel von Seidl

Mehr als 100 Jahre alt ist das Schulhaus am Mayr-Graz-Weg in Murnau und immer noch strahlt es zeitlose Schönheit aus. Die großen, hohen Klassenräume im Altbau sind lichtdurchströmt und bieten ideale Voraussetzungen zum Lernen. Neben den typischen Landhäusern und dem Seidlpark verdankt Murnau seinem berühmten Architekten Emanuel von Seidl auch das Gebäude der ehemaligen Mädchenschule und stolz trägt die Grundschule, die nun darin untergebracht ist, seinen Namen.
Anlässlich des 100. Todestages ihres Baumeisters fand an der Emanuel-von-Seidl-Grundschule eine Projektwoche statt. Alle Schüler, von der ersten bis zur vierten Klasse, beschäftigten sich mit dem Leben und Wirken von Seidls und machten sich auf die Suche nach weiteren Spuren, die er in seiner selbstgewählten Heimat Murnau hinterlassen hat. Mit Hilfe alter Fotografien, Zeitungsberichte und Skizzen tauchten die Kinder ein in eine längst vergangene Zeit und erforschten dann ihre Heimatgemeinde. 
In der Marktstraße, im Seidlpark, im und um das Schulgelände herum wurden die Schüler schnell fündig. Überall dort hat Emanuel-von-Seidl das Erscheinungsbild von Murnau entscheidend geprägt.
Ihre Eindrücke und neuen Erkenntnisse setzen die Seidlschüler um und versuchten sich selbst als Architekten für Traumhäuser, Garten- und Parkgestalter oder Künstler. Sie spielten Schule wie vor 100 Jahren und unterhielten sich gegenseitig im seidlschen „Schulgeländepark“ mit Gedichten, Texten und kleinen Theaterstücken.
Ganz im Sinne ihres Erbauers und Namensgebers verbanden sich in dieser Projektwoche an der Seilschule Architektur, Kunst, Literatur und Naturerfahrung zu einem Gesamtkunstwerk, das nicht nur den Geist sondern auch die Seelen der Seidlschüler bereicherte.

Das entwaffnende Pferd

Wir die Klasse 4b der Emanuel-von-Seidel-Grundschule bedanken uns für dieses tolle Theaterstück. Es hat uns sehr gut gefallen und wir hatten sehr viel Spaß. Wir danken euch auch für dieses schöne Pferd. Es hat einen tollen Platz vor unserem Klassenzimmer bekommen.
Nach dem Theater sind wir noch auf den Spielplatz gegangen und haben noch viel über das Stück geredet.
In diesem besonderen Theaterstück haben wir erfahren, wie Krieg entsteht und besonders, wie er wieder aufhören kann! Und wie die Welt wieder ins Gleichgewicht gekommen ist. Durch eine einfache Entschuldigung und durch Demokratie kann Friede wachsen. Das wünschen wir uns.
Es war für uns alle ein toller Tag. 
 
Eure Klasse 4b

Unterrichtsgang mit dem Förster in den Wald

Es ist schon zu einer Tradition geworden, dass sich Förster Maier Zeit nimmt, um gemeinsam mit den 3. Klassen der Seidlschule einen Tag im Wald zu verbringen. Der Herbst meinte es noch einmal gut und zauberte für uns bunte Farben und warme Sonnenstrahlen. Schon entlang des Weges vom Federberg bis zur Hagener Leite gab es viel Interessantes zu entdecken und Herr Maier wusste auf alle Fragen eine Antwort. Warum verfärbt sich das Laub im Herbst? Warum verlieren Laubbäume überhaupt ihre Blätter und warum behalten Nadelbäume ihre Nadeln? Was haben Pilze und Bäume miteinander zu tun?

Doch auch der Hagener Wald hielt einige Überraschungen für uns bereit. Vom Laubfrosch bis zum Knochenfund - immer wieder erspähten unsere Schüler spannende Details.

Viele schöne Naturkostbarkeiten sammelten die Kinder als Erinnerungsstücke in ihren Säckchen: Lärchenzweige mit ihren weichen Nadeln, schöne Rindenstücke, Samen vom Ahorn, Fichtenzapfen in Bananenform, Farnwedel und vieles mehr. Zurück im Klassenzimmer gestalteten wir ein Waldschatzmandala, das uns noch eine ganze Weile an den schönen Tag im Wald erinnern wird.

Seid herzlich willkommen liebe Erstklässler!

Am 10. September war es wieder soweit: Das neue Schuljahr begann für die rund 260 Seidlschüler, darunter auch die 73 neuen Erstklässler.
Nach einem Gottesdienst wanderten die ABC-Schützen mit ihren großen Schultüten in die Turnhalle der Seidl-Schule. Dort wurden sie in einer bunten Feier durch die Rektorin Frau Bader und einigen Klassen willkommen geheißen.
Nach dem Seidlschullied folgten weitere Beiträge in Form von Gedicht und Tanz sowie guten Wünschen zum Schulbeginn.
Daraufhin zogen die Erstklässler mit ihren Lehrerinnen Frau Lund, Frau Roan und Frau Pabst in ihre Klassenzimmer, wo zunächst ein Klassenfoto gemacht wurde und anschließend die erste Schulstunde stattfand.
Zum Schluss gab es auch gleich schon eine (von manchen lang ersehnte) kleine Hausaufgabe.
Wir wünschen den Erstklässlern eine schnelle Eingewöhnung und allen Seidl-Schülern ein tolles, erfahrungsreiches Schuljahr 2019/20!